Der Börsen-TagEuro auf dem Weg nach unten
Der Euro tendiert am frühen Freitag nach unten gegenüber dem Dollar, nachdem er am Vortag unter dem Strich auf die Zinserhöhung der EZB nur mit einem leichten Anstieg reagiert hatte. Aktuell handelt die Gemeinschaftswährung mit 1,0188 Dollar.
Die eher geringe Reaktion am Vortag sei nicht darauf zurückzuführen, dass die 50-Basispunkte-Zinserhöhung der EZB etwa vorher "voll eingepreist" gewesen sei, betont Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann. Tatsächlich habe es die EZB geschafft, eine überraschend große Zinserhöhung zu einem Euro-negativen Ereignis zu machen. Denn das Statement könne nur so interpretiert werden, dass es zwar diesmal 25 Basispunkte mehr gegeben habe, als noch vor kurzem de facto angekündigt, dass aber der 50-Basispunkte-Zinschritt, den die EZB noch im Juni für ihr September-Meeting in Aussicht gestellt habe, mindestens zur Disposition stehe.
Summa summarum bleibe zu befürchten, dass die einzige restriktive Überraschung darin bestanden habe, dass die Reihenfolge der Zinsschritte getauscht worden sei, so der Analyst.
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