Der Börsen-TagEuro gewinnt an Härte

Im Devisenhandel beginnt der Tag für Europäer mit unsicheren Aussichten. Der jüngste Rücktritt im Weißen Haus verdüstert die Perspektiven im Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt.
Der Kurs des Euro notiert am Morgen bei 1,2427 Dollar und damit wieder ungefähr auf dem Niveau des Vorabends.
Im asiatisch geprägten Handel waren die Devisenkurse in der Nacht zeitweise deutlich in Bewegung geraten. Der Euro legte im fernöstlichen Geschäft rund 0,1 Prozent auf bis zu 1,2417 Dollar zu. Beobachter sprachen von einer Reaktion auf den Rückzug von Trumps Wirtschaftsberater Cohn. Zur japanischen Währung gab der Dollar 0,4 Prozent auf 105,71 Yen nach.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs für den Euro am Vortag auf 1,2411 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8057 (0,8126) Euro.
Trumps oberster Wirtschaftsberater Gary Cohn nannte zwar keinen Grund für seinen Rücktritt, als ausschlaggebend gilt aber der zunehmend protektionistische Kurs der US-Regierung. Cohn galt als Fürsprecher des Freihandels im Weißen Haus. Nun wird befürchtet, dass die Freihandelsgegner in der Regierung die Oberhand gewinnen. Anleger fragten deshalb verstärkt den als sicheren Hafen geltenden japanischen Yen nach.