Der Börsen-TagEuro kommt von Einjahreshoch zurück
Der Euro ist von seinem am Vortag erreichten gut einjährigen Höchststand zurückgefallen. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung noch 1,1370 US-Dollar. Am Montag hatte der Euro mit 1,1495 Euro den höchsten Stand seit Januar 2019 erreicht.
Belastet wurde der Euro von der zumindest zeitweiligen Erholung der Aktienmärkte. Auch andere als sicher geltende Währungen wie der japanische Yen oder der Schweizer Franken gaben deshalb nach. Allerdings ging der Börsenerholung am späten Nachmittag zunehmend die Luft aus.
Dass der Euro zurzeit als sicherer Rückzugsort angesehen wird, führen Fachleute auch auf das sehr niedrige Zinsniveau in der Eurozone zurück. Denn dadurch besteht nicht die Gefahr weiterer deutlicher Zinssenkungen, die Währungen in der Regel belasten. Kleinere Änderungen sind allerdings durchaus möglich. So ist es denkbar, dass die EZB einen ihrer Leitzinssätze an diesem Donnerstag zur Dämpfung des Corona-Schocks noch etwas verringert. Der Zinssenkungsspielraum der US-Notenbank Fed ist allerdings deutlich größer, was den US-Dollar in den Augen einiger Experten als sicheren Hafen derzeit disqualifiziert.