Der Börsen-TagEuro profitiert von starken deutschen Konjunkturdaten
Der Kurs des Euro bekommt Rückenwind von robusten Daten aus der deutschen Industrie. Die Gemeinschaftswährung wird zuletzt bei 1,170 US-Dollar gehandelt und damit etwa einen halben Cent höher als am Morgen.
Euro / DollarDie Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1709 (Mittwoch: 1,1642) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8540 (0,8590) Euro.
In der größten Volkswirtschaft der Eurozone hatten die Industriebetriebe im Mai erstmals in diesem Jahr mehr Aufträge erhalten als im Vormonat. Der Chefvolkswirt der ING-Diba-Bank, Carsten Brzeski, sprach von einem Lebenszeichen für den deutschen Aufschwung.
Ähnlich positiv äußerte sich Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank: "Vorausgesetzt der Handelsstreit eskaliert nicht weiter, wird das deutsche Wachstum im zweiten Halbjahr wieder etwas an Schwung gewinnen."
Den zweiten Schub nach oben gab es am Nachmittag;
Diesmal waren es enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt, die den Dollar belastet haben. Im Gegenzug konnte die Gemeinschaftswährung weiter zulegen. Im Juni war die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor der US-Wirtschaft nicht so stark wie erwartet gestiegen.