Der Börsen-TagEuro unter Druck: "Italien-Politik gefährlicher als Handelskrieg"
Die europäische Gemeinschaftswährung fällt am Nachmittag bis auf 1,1838 Dollar und erreicht damit den tiefsten Stand in diesem Jahr.
Euro / DollarAm Morgen hatte der Euro noch über der Marke von 1,19 Dollar notiert.
Händler verweisen auf die politische Unsicherheit in Italien.
In der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone drohen Neuwahlen.
Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen sind deutlich angestiegen.
"Die politische Unsicherheit belastet Investitionen und den Konsum in Italien", kommentiert Carsten Hesse, Volkswirt bei der Berenberg Bank.
Neuwahlen könnten die extremen Parteien weiter stärken und wachstumsfreundliche Reformen der Vergangenheit rückgängig machen.
Die italienische Politik stelle für Europa derzeit eine größere Gefahr dar als ein von US-Präsident Donald Trump ausgelöster Handelskrieg, so Hesse weiter.
Experten sprechen jedoch auch von einer Dollar-Stärke. Anleger warten auf die Entscheidung von Trump zum Atomabkommen mit dem Iran. Eine Aufkündigung würde die Unsicherheit an den Finanzmärkten erhöhen. Davon profitiert tendenziell der US-Dollar.