Der Börsen-TagEuro verteidigt sein Niveau
Der Euro kann die Gewinne vom Donnerstag weitgehend behaupten. Er wird mit 1,2160 Dollar gehandelt, nachdem er am Tag der EZB-Sitzung kontinuierlich von rund 1,2110 auf 1,2166 gestiegen war.
Gegen Ende der Pressekonferenz von EZB-Chefin Christine Lagarde habe diese auf die Frage nach der Euro-Stärke gesagt, dass die EZB die Wechselkursentwicklung "sehr genau, sehr genau" beobachte, bemerkt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann zur Euro-Stärke am Vortag. Außerdem habe sie gesagt, dass alle Instrumente angepasst werden könnten und nichts ausgeschlossen sei. Das sei die klare Botschaft gewesen, dass wenn die Devisenhändler es nicht unterlassen, den Euro weiter nach oben zu handeln als es dem Geschmack der EZB entspricht, die EZB ihren Leitzins senken könne.
Die EZB reihe sich damit ein in die Riege derjenigen Zentralbanken, die - weil heimische Instrumente weitgehend erschöpft sind - den Wechselkurs als "Instrument" der Geldpolitik entdeckten. Gerade zu einem Zeitpunkt, wo die neue designierte US-Finanzministerin die USA wieder zum Verteidiger marktbestimmter Wechselkurse mache, falle Lagarde ihr in den Rücken, befindet der Analyst. Die EZB untergrabe multilaterale Arrangements, die die neue US-Administration gerade wieder zum langfristigen Vorteil aller stärken wolle.
Euro / Dollar o