Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagEuro wird stärker 

24.03.2020, 17:19 Uhr

Der Euro hat trotz extrem schwacher Wirtschaftsdaten aus dem Währungsraum zumindest zeitweise deutlich zugelegt. Derzeit kostet die Gemeinschaftswährung 1,0790 US-Dollar, nachdem sie zuvor bis auf 1,0889 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0843 (Montag: 1,0783) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9223 (0,9274) Euro.

Am Markt wird dies mit der insgesamt besseren Stimmung an den Finanzmärkten begründet. Zudem neige der US-Dollar zur Schwäche. Verwiesen wurde zum einen auf zahlreiche Krisenmaßnahmen vieler Regierungen und Notenbanken in den vergangenen Tagen, die auf die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise abzielen. Zum anderen wurden Daten zu den Neuinfektionen aus einigen europäischen Ländern wie Italien genannt, die hoffnungsvoll stimmten. Außerdem kündigte China an, in der Stadt Wuhan, wo das Virus erstmalig ausgebrochen war, Anfang April die Ausgangssperre aufzuheben. Darüber hinaus bekundeten die sieben größten Industrienationen (G7), in der Krise enger zusammenarbeiten zu wollen.

Konjunkturdaten malten indes ein düsteres Bild. Die Einkaufsmanagerindizes des Marktforschungsinstituts IHS Markit brachen im März sowohl in der Eurozone als auch in den USA und Großbritannien mit Rekordgeschwindigkeit ein. Besonders stark traf es die Dienstleister, die in vielen Ländern ihre Geschäfte zur Eindämmung des Virus schließen mussten.

Quelle: ntv.de