Der Börsen-TagEvergrande-Debakel zieht Kreise
Negative Vorzeichen überwiegen an den Börsen in Ostasien, wobei sich der australische Aktienmarkt gegen die regionale Tendenz freundlich zeigt. Die schwachen chinesischen Konjunkturdaten vom Mittwoch wirkten noch nach, sagen Marktteilnehmer, die zudem von erhöhter Nervosität vor dem großen Verfall am Freitag sprechen. Feste Vorgaben der Wall Street verpuffen.
Schlusslicht unter den Börsen der Region ist erneut Hongkong mit einem Minus von zwei Prozent. Zentrales Thema ist dort das Debakel um den finanziell stark angeschlagenen Immobilienkonzern China Evergrande. Erst am Mittwoch warnte die chinesische Regierung Banken, dass Evergrande am 20. September fälligen Zinsen für Kredite nicht zahlen könne. Dazu kommt, dass die Immobilienpreise in China nicht mehr so stark steigen, nachdem die chinesische Regierung Maßnahmen ergriffen hat, die der Überhitzung entgegenwirken sollen. Aus am Mittwoch veröffentlichten Daten ging hervor, dass die Preise für neue Wohnimmobilien im August den geringsten Anstieg seit acht Monaten verzeichneten.
Für die bereits schwer gebeutelte Aktie von Evergrande geht es um weitere rund neun Prozent abwärts. Andere Branchenwerte werden in Sippenhaft genommen: China Vanke fallen um 3,4 Prozent, China Resources um 4,9 Prozent und Country Garden Services um zehn Prozent.
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