Der Börsen-TagEvergrande-Talfahrt nimmt kein Ende
Zum Wochenausklang ist an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Vielerorts verhindern laut Teilnehmern Konjunktursorgen eine Erholung von den jüngsten Kursverlusten. Die Vorgaben aus den USA sind leicht negativ. Dort hatten es selbst überraschend starke Einzelhandelsdaten nicht geschafft, die Stimmung unter den Anlegern aufzuhellen, weil sie zugleich Inflationsspekulationen schürten.
Zur Zurückhaltung in Asien trägt bei, dass viele Börsen der Region vor einem langen Feiertagswochenende stehen. In Japan findet am Montag und Donnerstag kein Handel statt, in Schanghai bleibt die Börse am Montag und Dienstag geschlossen, in Hongkong am Mittwoch. In Südkorea ruht der Börsenhandel von Montag bis einschließlich Mittwoch.
In Schanghai gibt der Composite-Index 0,6 Prozent nach. Noch immer lasten die schwachen chinesischen Konjunkturdaten vom Mittwoch, die Zweifel am Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geweckt hatten. Dagegen macht der Hang-Seng-Index (HSI) in Hongkong nach der Verlustserie der vergangenen Tage 0,4 Prozent gut. Der Index war zuletzt vom immer restriktiveren Vorgehen der chinesischen Behörden gegen heimische Internetunternehmen belastet worden.
Dazu kommt die Sorge, der finanziell schwer angeschlagene Immobilienriese China Evergrande könnte endgültig zahlungsunfähig werden und damit einen Crash des Immobilienmarkts auslösen, aber auch die Banken in Mitleidenschaft ziehen. Am Mittwoch hatte die chinesische Regierung gewarnt, dass der Konzern fällige Kreditzinsen nicht zahlen könne. Evergrande stehen auch am Freitag unter Druck und verlieren fast 12 Prozent.
z