Der Börsen-TagEx-DAX-Schwergewicht wird konservativ
Der weltgrößte Industriegase-Konzern Linde geht mit gebremsten Erwartungen ins neue Jahr. Der bereinigte Gewinn soll nur noch um acht bis elf Prozent auf 15,25 bis 15,65 Dollar je Aktie steigen, wie das amerikanisch-deutsche Unternehmen bekannt gibt. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Plus von 9,5 Prozent. 2023 war der Gewinn je Aktie noch um 16 Prozent auf 14,20 Dollar gestiegen und hatte damit sowohl die eigenen als auch die Analystenerwartungen übertroffen. Linde-Chef Sanjiv Lamba spricht von einem "weiterhin unsicheren geopolitischen und makroökonomischen Umfeld". Linde wolle aber alle sich bietenden Gelegenheiten nutzen.
Die Investitionen sollen deshalb auf 4,5 bis 5,0 Milliarden Dollar nach oben geschraubt werden, 3,8 Milliarden waren es im vergangenen Jahr. Der Umsatz von Linde ging 2023 um zwei Prozent auf 32,9 Milliarden Dollar zurück, währungsbereinigt stand aber ein Zuwachs von fünf Prozent zu Buche. Dabei profitierte der Konzern von Preiserhöhungen von sechs Prozent, während die verkauften Mengen um ein Prozent schrumpften. Unter dem Strich stand ein bereinigter Nettogewinn von 6,99 Milliarden Dollar, ein Plus von 13 Prozent. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich auf 27,6 von 23,7 Prozent.