Der Börsen-TagFed-Chef Powell: Zinsen müssen weiter steigen, "müssen geduldig sein"
Die US-Notenbank Fed will sich bei ihrem weiteren Kurs an der Konjunkturentwicklung ausrichten und bleibt laut ihrem Chef Jerome Powell bei Zinserhöhungen flexibel. Sollten die Daten weiterhin stärker als erwartet ausfallen und die Notenbank mehr Erhöhungsbedarf sehen als bei ihrem jüngsten Zinsausblick signalisiert, werde sie entsprechend handeln: "Dann würden wir die Zinsen sicherlich mehr anheben", betonte er beim Economic Club of Washington.
Den besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarkbericht für Januar sieht er als Anzeichen dafür, dass die Notenbank bei den Zinsen noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Das Niveau sei noch nicht restriktiv genug, bremse die Wirtschaft also noch nicht ausreichend.
Erst im Laufe des Jahres 2024 sei mit einer Inflationsrate nahe am Ziel der Fed von 2,0 Prozent zu rechnen, auch wenn er für das laufende Jahr mit einer deutlichen Abschwächung des Preisauftriebs rechne. Die Zinsen müssten noch einige Zeit auf einem restriktiven Niveau bleiben: "Wir müssen geduldig sein", fügte er hinzu. Die Fed-Führungsriege hatte in ihrem Ausblick vor dem Jahreswechsel für Ende 2023 im Mittel ein Leitzinsniveau von 5,1 Prozent veranschlagt.