Der Börsen-TagFed-Zinssenkung unwahrscheinlich
Björn Jesch, Global Chief Investment Officer bei der DWS, hält es für wahrscheinlich, dass die Fed trotz der jüngsten Marktturbulenzen ihren erwarteten geldpolitischen Kurs beibehält. Eine panikartige Reaktion sei unwahrscheinlich, so Jesch. Er geht davon aus, dass die Zentralbank versuchen wird, eine größere Änderung der Geldpolitik mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte oder zwischen zwei Sitzungen zu vermeiden.
Jesch erwartet, dass die Fed an einem schrittweisen Ansatz zur Lockerung festhält und in den kommenden Monaten drei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte vorsieht, beginnend im September. Eine Rezession in den USA könne nicht ausgeschlossen werden, aber wenn sie eintrete, werde sie angesichts der insgesamt starken Wirtschaft und der soliden Bilanzen des Privatsektors wahrscheinlich mild ausfallen. Die DWS geht nicht davon aus, dass ein regelrechter Bärenmarkt bevorsteht, wird aber Indikatoren, die systemische Risiken erfassen, im Auge behalten.