Der Börsen-TagFinanzministerium zu Aktiengeschäften von Bafin-Mitarbeitern

Das Bundesfinanzministerium stört sich nicht an den jüngst bekanntgewordenen Wirecard-Aktiengeschäften von Mitarbeitern der Finanzaufsicht Bafin. Es gebe hier ein umfassendes Kontrollsystem, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Dadurch werde gewährleistet, dass keine Insider-Informationen für Aktien-Transaktionen genutzt werden könnten. Das interne Kontrollsystem sei "streng und angemessen". Aktiengeschäfte müssten Vorgesetzten stets offengelegt werden.
Im milliardenschweren Wirecard-Bilanzskandal stehen sowohl die Bafin als auch das Finanzministerium in der Kritik. Im ersten Halbjahr 2020 entfielen 2,4 Prozent aller gemeldeten privaten Finanzgeschäfte von Bafin-Mitarbeitern auf Wirecard-Papiere oder -Aktienderivate. Im Gesamtjahr 2018 lag der Anteil nur bei 1,2 Prozent, 2019 bei 1,7 Prozent.