Der Börsen-TagFurcht vor Regulierer: HSI auf Talfahrt
Zum Start in die neue Woche treten die meisten Börsen in Ostasien und Australien mehr oder weniger auf der Stelle. Die Vorgaben der Wall Street seien negativ, und in den kommenden Tagen stehe eine Fülle wichtiger Konjunkturdaten aus China und den USA zur Veröffentlichung an, weshalb sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollten, heißt es.
In dem eher ruhigen Umfeld fällt die Börse in Hongkong mit einem kräftigen Minus des Leitindex HSI von 2 Prozent aus dem Rahmen. Wieder einmal werden dort Technologiewerte abverkauft. Grund sind Befürchtungen weiterer regulatorischer Eingriffe Pekings. Die chinesische Regierung plane die Zerschlagung von Alipay, schreibt die Financial Times. Das zur Alibaba-Tochter Ant Group gehörende Fintech soll demnach künftig Nutzerdaten an ein neues Joint Venture übertragen, das teilweise im Staatsbesitz sei. Alibaba verlieren 4,1 Prozent. Für Tencent geht es um 3,7 Prozent abwärts und für Meituan um 6,3 Prozent.
An der Börse in Schanghai liegen die Kurse dagegen im Schnitt um 0,1 Prozent im Plus. Etwas Unterstützung kommt von der Hoffnung auf bessere Beziehungen Chinas mit den USA, nachdem US-Präsident Joe Biden Ende vergangener Woche mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping telefoniert hat.
Knapp behauptet zeigen sich auch die Kurse in Seoul. Angst vor strengerer Regulierung lastet auch hier auf den Technologiewerten. Kakao verlieren 5 Prozent. Medien zufolge stellt die Tochter Kakaopay ein Vergleichsportal für Kfz-Versicherungen ein, nachdem sie nicht genehmigte Broker-Dienste angeboten hatte.