Der Börsen-TagFurchtbare Wirecard-Zahlen - seit Jahren im Minus
Es sieht bei Wirecard ganz schlimm aus: Der pleitegegangene Zahlungsdienstleister soll seit Jahren entgegen offiziell ausgewiesenen Gewinnen in Milliardenhöhe in Wirklichkeit hohe Verluste gemacht haben. Zu dieser Einschätzung kommt nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" und WDR der Wirecard-Insolvenzverwalter Michael Jaffé in einem diese Woche dem Amtsgericht München vorlegten Gutachten. Wirecard wird verdächtigt, Scheingeschäfte erfunden zu haben.
Bei den übrig gebliebenen, tatsächlichen Geschäften soll das Minus des Ex-Dax-Konzerns seit 2017 insgesamt 750 Millionen Euro betragen haben. Die Überschuldung des Konzerns beziffert der Insolvenzverwalter mit 2,8 Milliarden Euro. Schulden in Höhe von mehr als 3,2 Milliarden Euro stehe ein Vermögen von 428 Millionen Euro gegenüber.