Der Börsen-TagGedämpfte Kauflaune - mit einer Ausnahme
An den Börsen in Ostasien und Australien überwiegen die negativen Vorzeichen. Marktteilnehmer verweisen auf die verworrene Nachrichtenlage zum Nahostkonflikt. Am Montag hatten iranische Medien vermeldet, dass Teheran nicht mehr verhandle und eine vollständige Sperrung der Straße von Hormus anstrebe. Damit reagiere man auf die jüngste Offensive israelischer Streitkräfte gegen die Hisbollah im Libanon. Die Ölpreise hatten daraufhin deutlicher zugelegt, kommen aktuell aber wieder leicht zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump mitgeteilt hat, Israel und die Hisbollah hätten sich darauf verständigt, einander nicht anzugreifen.
Gegen die negative Tendenz in der Region gewinnt der Hang-Seng-Index in Hongkong 1,5 Prozent. In Tokio gibt der Nikkei-Index um 1,4 Prozent nach, allerdings hatte der Index am Montag ein Rekordhoch erreicht. Der breiter gefasste Topix verliert 0,8 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung brechen die Aktien von Ito En um 11,2 Prozent ein.
An der Börse in Seoul, die am Montag ebenfalls ein Rekordhoch verzeichnet hatte, geht es mit dem Kospi um 2 Prozent abwärts. Hier dürften auch Inflationsdaten belasten, die Zinserhöhungserwartungen untermauern. Die südkoreanischen Verbraucherpreise sind im Mai etwas stärker gestiegen als erwartet. In Südkorea ruht der Börsenhandel am Mittwoch wegen der Kommunalwahlen. Unter den Einzelwerten verlieren Hanwha Aerospace 5,5 Prozent. Bei einem Brand in einem Werk des Rüstungskonzerns sind mehrere Mitarbeiter zu Tode gekommen.