Der Börsen-TagGeld fließt trotz Kashoggi: Saudi-Kronprinz euphorisch
"Großartig, mehr Leute mehr Geld", soll der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman über die Ausbeute auf der Investorenkonferenz in Riad heute gesagt haben. Er scheint zufrieden zu sein - und das obwohl zahlreiche Größen aus Politik und Wirtschaft im Vorfeld wegen des gewaltsamen Todes von Jamal Khashoggi das Treffen gemieden haben.
Trotz der berichteten Grausamkeit des Verbrechens machte Saudi-Arabien Geschäfte mit Investoren in Höhe von mehr als 50 Milliarden Dollar. Nach Angaben von Regierungsvertretern wurden Verträge in den Bereichen Öl, Gas und Verkehr unter Dach und Fach gebracht worden.
Mit von der Partie waren unter anderem: Südkoreas Autobauer Hyundai, der amerikanische Ölfeldausrüster Schlumberger sowie der französische Ölkonzern Total. Allein der saudische Energie-Riese Aramco hat 15 Abkommen im Wert von mehr als 34 Milliarden Dollar abgeschlossen.
Siemens-Chef Joe Kaeser verpasste durch die Absage seines Besuchs die Unterzeichnung eines möglicherweise milliardenschweren Kraftwerk-Auftrags des Golf-Staates. Ob der staatliche Auftrag für Siemens damit in Gefahr ist, ist noch unklar.
Hier der neueste Stand im Fall Kashoggi