Der Börsen-TagGeopolitische Spannungen könnten Preise hochtreiben
Verschärfte geopolitische Spannungen könnten laut EZB-Vizepräsident Luis de Guindos der zuletzt rückläufigen Inflation im Euroraum wieder neuen Schub geben. Die Inflationsaussichten seien mit erheblicher Unsicherheit behaftet, sagt de Guindos. "Insbesondere könnten verschärfte geopolitische Spannungen die Energiepreise in die Höhe treiben, und über den Erwartungen liegende Lohnsteigerungen könnten die Inflation anheizen", führt er aus. Die Energiepreise seien zuletzt wieder gestiegen und wegen der neuen geopolitischen Spannungen weniger vorhersehbar. Auf der anderen Seite könnten de Guindos zufolge eine stärkere Wirkung der Geldpolitik oder eine Verschlechterung der globalen Konjunktur dafür sorgen, dass der Preisdruck abnimmt.
Am Freitag hatte die Furcht vor einer Eskalation des Konfliktes zwischen Israel und der Hamas die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI um gut drei Prozent in die Höhe getrieben. Israel hatte zum Wochenschluss angekündigt, den Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen auszuweiten. Zu Wochenbeginn sanken die Notierungen allerdings wieder.