Der Börsen-TagGewinnmitnahmen drücken Kospi
Kein einheitliches Bild präsentiert der Blick auf die asiatischen Aktienmärkte. Ausgelöst durch einen neuerlichen Abverkauf von Technologiewerten an der Wall Street herrscht auch hier die Risikoaversion vor. An der Börse in Tokio sind die am Wochenende anstehenden vorgezogenen Wahlen das Thema. Japanische Staatsanleihen legen in Tokio im Sog der nächtlichen Kursgewinne von US-Staatsanleihen zu. Allerdings könnte vor den Wahlen zum japanischen Unterhaus an diesem Sonntag eine abwartende Haltung vorherrschen. Laut Umfragen lokaler Medien liegt das Momentum bei der Liberaldemokratischen Partei, schreiben die Strategen von TD Securities. "Wir weisen einer absoluten Mehrheit für Premierministerin Takaichi eine Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent zu".
Leicht grüne Vorzeichen gibt es in Tokio, hier profitieren die Chip- und Maschinenexporteure allerdings von einem schwächeren Yen. Die japanische Währung tendierte zunächst leichter, nachdem ein hochrangiger Vertreter der Bank of Japan signalisierte, dass die Normalisierung der Geldpolitik "zeitnah und angemessen" voranschreiten werde.
An der Börse in Seoul geht es hektisch zu, hier kam es wohl zu Handelsunterbrechungen, da ausländische Investoren im großen Stil Aktien verkauften und der Won auf neue Tagestiefs rutschte. Der Abverkauf wird auf wachsende Zweifel der Investoren an der Rentabilität der massiven KI-Ausgaben zurückgeführt. Hier verlieren die zuletzt gehypten Schwergewichte wie SK Hynix und Samsung je rund 6 Prozent.