Der Börsen-TagGroßhandelspreise mit Hoffnungsschimmer
Die deutschen Großhändler haben ihre Preise im August so gering angehoben wie seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine vor gut einem halben Jahr nicht mehr. Sie stiegen um 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Damit schwächte sich diese Teuerungsrate den vierten Monat in Folge ab, nachdem sie im April mit 23,8 Prozent so hoch ausgefallen wie nie zuvor seit Einführung der Statistik 1962. Im Juli waren die Großhandelspreise noch um 19,5 Prozent gestiegen.
Der nach wie vor hohe Anstieg sei "weiterhin durch stark gestiegene Preise für viele Rohstoffe und Vorprodukte begründet", erklärten die Statistiker. Diese hatten sich nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine am 24. Februar nochmals stark verteuert. Den größten Einfluss hatte im vergangenen Monat einmal mehr der starke Preisanstieg im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen von 54,3 Prozent. Deutlich teuer geworden sind auch feste Brennstoffe (+99,2 Prozent) sowie chemische Erzeugnisse (+40,6). Erheblich höher waren zudem die Preise im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten um 41,8 Prozent sowie mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln um 38,0 Prozent.