Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Grüner Stahl wandert nach Schweden - Dudenhöffer: "Wachrütteln für Thyssenkrupp"

Mercedes-Benz hat sich das Ziel gesetzt, die eigene Lieferkette bis zum Jahr 2039 CO2-neutral zu gestalten. Deshalb steigt der Autobauer jetzt beim schwedischen Startup H2GS ein, das grünen Stahl produzieren will. Die Partnerschaft mit H2GS sei ein weiterer konsequenter Schritt in Richtung CO2-Neutralität, heißt es in einer Pressemitteilung von Daimler. Sie würde elf Jahre früher umgesetzt, als es die EU-Gesetzgebung vorschreibe.

Zu H2GS heißt es, das Startup plane fünf Millionen Tonnen fossilfreien Stahl bis 2030 zu produzieren. Die Produktionsstandorte entstehen laut Mitteilung in Boden und Luleå, beide in Schweden. Der Gründer und größte Anteilseigner ist Vargas, der zudem Mitbegründer und einer der größten Anteilseigner von Northvolt ist.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer spricht von einem "Wachrütteln für Thyssenkrupp". Dass die zukünftige Stahlindustrie in Schweden entstehe, sei "äußert ernstzunehmen", sagt er ntv.de. Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz treibt derzeit den Stellenabbau im Konzern voran, in diesem Jahr sollen weitere 2300 der angekündigten 12.000 Stellen wegfallen. "Das ist schon ein tiefer Schnitt. Jeder kennt inzwischen einen Kollegen, der geht oder gegangen ist", sagte sie kürzlich im Interview.

Quelle: ntv.de

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