Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagGute Vorgaben aus USA verpuffen in Asien

06.10.2021, 07:09 Uhr

Die Vorgaben der Wall Street wirken nur zu Beginn des Asien-Handels. Die Indizes drehen auf breiter Front nach unten, wobei die Belastungsfaktoren die altbekannten sind:

  • hohe Inflation,

  • steigende Marktzinsen und

  • Sorgen um eine abnehmende Wirtschaftsdynamik.

Wie bereits in den USA haben mittlerweile auch die Renditen japanischer Anleihen das höchste Niveau seit Juni erreicht, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Zugleich schwelt die Unsicherheit über die Entwicklung im chinesischen Immobiliensektor weiter. Die Aktien von China Evergrande sind ebenso weiter ausgesetzt wie die von Hopson - das Unternehmen ist offenbar im Begriff, Teile von Evergrande zu erwerben - und dem kleineren Immobilienunternehmen Fantasia, das zuletzt Anleihen nicht fristgerecht zurückzahlte.

Während in China wegen der sogenannten Goldenen Woche bis einschließlich Donnerstag erneut nicht gehandelt wird, gibt der HSI in Hongkong um 0,5 Prozent nach und hält sich damit noch mit am besten. Der Tokioter Nikkei-Index steht mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 27.388 Punkte erneut stärker unter Druck. Hier berichten Marktteilnehmer auch von schwindenden Hoffnungen, die mit der Neubesetzung des Regierungschefpostens und Blick auf die bevorstehende Unterhauswahl verbunden gewesen seien. In Seoul kommt der Index um 0,9 Prozent zurück, in Sydney um ein halbes Prozent.

In Hongkong gehören Immobilientitel zu den Verlieren, während Ölaktien laut Händlern gesucht sind angesichts der stark gestiegenen und damit auch inflationstreibenden Energiepreise.

Hier der Blick zurück auf den gestrigen Handel in New York:

Quelle: ntv.de