Der Börsen-TagHandelsstreit: Deutschland muss reagieren
Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IFW) hat Deutschland und die Europäische Union (EU) dazu aufgerufen, die Resilienz ihrer Wirtschaft zu stärken. IFW-Handelsexperte Rolf Langhammer befürchtet Schaden für Deutschland aufgrund der zunehmenden Spannungen im Handelsstreit zwischen den USA und China. Zuvor hatte China den Export wichtiger Rohstoffe in die USA verboten, die für die Halbleiterproduktion in der zivilen und militärischen Produktion von Bedeutung sind. "Die geoökonomischen Spannungen nehmen also zu, zum Nachteil Deutschlands. Daher muss das Land seinen Einfluss in der EU geltend machen, die Politikberatung in Zusammenarbeit mit allen Betroffenen zu intensivieren", sagte Langhammer. "Ziel muss es sein, kurzfristige Engpässe zu identifizieren, Preis- und Einkommenseffekte zu quantifizieren und alle Optionen zu prüfen, die die Resilienz der Produktion betroffener Industriezweige gegenüber derartigen politisch bedingten Zugangssperren stärken."