Der Börsen-TagHapag-Lloyd setzt auf richtungsweisenden Milliardendeal
Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen setzt auf grünes Licht der Behörden für den milliardenschweren Kauf der israelischen Containerreederei ZIM. "Die Chancen stehen gut, dass wir die Zustimmung bekommen", sagte Habben Jansen. Der Hamburger Konzern übernimmt die israelische Rivalin in einem insgesamt rund 4,2 Milliarden Dollar schweren Deal. Mit Blick auf den Aufschlag von 58 Prozent auf den ZIM-Schlusskurs vom Freitag sagte Habben Jansen, es werde sicher kein niedriger Preis gezahlt. "Aber wir glauben, dass die Prämie gerechtfertigt ist." Er verspricht Synergien von jährlich 300 bis 500 Millionen Dollar und eine gute Ergänzung der Hapag-Lloyd-Liniendienste.
ZIM ist die zehntgrößte Containerreederei weltweit, Hapag-Lloyd die Nummer fünf. Den Zuschlag bekam aber Hapag-Lloyd. Doch das besiegelte Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den israelischen Staat, der über Sonderrechte bei ZIM Integrated Shipping Services verfügt.