Der Börsen-TagHarvard verbrennt Millionen mit Tomaten-Wette

Die Geldmanager der US-Elite-Uni Harvard halten sich für die schlausten Anlagestrategen der Welt. Sie managen ein Vermögen von über 37 Milliarden Dollar. Doch momentan können sie es noch nicht mal mit der Performance von Indexfonds aufnehmen: In den letzten zehn Jahren haben sie im Schnitt 4,4 Prozent Jahresrendite geschafft. Hätten sie Harvards Geld zu 60 Prozent in Aktienindexfonds und zu 40 Prozent in Anleihen gesteckt, wären in der gleichen Zeit 6,4 Prozent jährlich herausgekommen.
Laut "Bloomberg" hat Harvard eine Menge Geld mit schiefgegangenen Wetten auf Agrarrohstoffe verbrannt. Die Uni hat unter anderem in kalifornische Weingärten, Teakholzplantagen in Mittelamerika, eine Baumwollfarm in Australien, Eukalyptus-Pflanzungen in Uruguay und rumänische Wälder investiert und dabei im vergangenen Jahr rund 1,1 Milliarden Dollar versenkt. Besonders heftig traf das Harvard-Portfolio eine geplatzte Wette auf eine Tomaten-Farm in Brasilien, in die laut Insidern mindestens 150 Millionen Dollar geflossen sind. Nun steigt Harvard aus dem brasilianischen Abenteuer wieder aus.