Der Börsen-TagHeckler & Koch zieht in die Sturmgewehrauftrags-Schlacht

Der Streit zwischen der Bundesregierung und dem Waffenhersteller Heckler & Koch wegen eines Sturmgewehr-Großauftrags verschärft sich. Man habe einen Nachprüfungsantrag eingereicht, teilte das Unternehmen aus Oberndorf im Schwarzwald mit. Solch ein Antrag wird auch Vergabebeschwerde genannt, er hat aufschiebende Wirkung - damit liegt die Neubewaffnung der Bundeswehr mit 120.000 Sturmgewehren vorerst auf Eis. Das schon 2017 begonnene Ausschreibungsverfahren wird somit zur Hängepartie für die Bundeswehr.
Das Verteidigungsministerium hatte Mitte September überraschend entschieden, den Auftrag über maximal 245 Millionen Euro an den kleinen Konkurrenten C.G. Haenel aus dem thüringischen Suhl vergeben zu wollen. Wie nun bekannt wurde, hat Heckler & Koch im Kampf um den Großauftrag einen dicken Preisnachlass eingeräumt.