Der Börsen-TagIFO geht mit 2024er-Prognose runter

Das IFO-Institut hat seine Prognose für die deutsche Wirtschaft gesenkt. Nach einem Rückgang um 0,3 Prozent im laufenden Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt aus Sicht der Münchner Ökonomen 2024 wohl nur um 0,9 Prozent wachsen statt wie bisher erwartet um 1,4 Prozent. Die Entwicklung im laufenden Quartal sei schwächer als gedacht, und "das wirkt sich dann auch im kommenden Jahr aus", sagte IFO-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
Die Unsicherheit verzögere derzeit die Erholung: Die Verbraucher sparten, die Investitionsbereitschaft der Unternehmen sinke, äußerte Wollmershäuser weiter. Die Unklarheiten beim Bundeshaushalt beförderten dies. Bei einer Kürzung um 20 Milliarden Euro würde die Wirtschaft nur noch um 0,7 Prozent wachsen. Dabei seien die Weichen grundsätzlich auf Erholung gestellt: Die Löhne stiegen kräftig, die Beschäftigung sei so hoch wie nie zuvor.