Der Brösen-TagIWF-Chefin: Anhaltende US-Inflation Gefahr für andere Länder
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einem anhaltenden Preisauftrieb in den USA im Zuge eines Konjunkturschubs. Eine beschleunigte Erholung der US-Wirtschaft werde zwar vielen Ländern durch einen stärkeren Handel zugutekommen, teilte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa in einem Blog-Beitrag mit.
Allerdings bestehe das Risiko eines nachhaltigeren Anstiegs der Inflation und der Inflationserwartungen. Dann sei womöglich früher als gedacht eine Straffung der US-Geldpolitik erforderlich. Andere Länder stünden wegen höherer Rohstoff- und Lebensmittelpreise vor ähnlichen Herausforderungen. "Höhere Zinsen in den USA könnten zu einer deutlichen Verschärfung der weltweiten Finanzierungsbedingungen führen und zu erheblichen Kapitalabflüssen aus Schwellen- und Entwicklungsländer-Volkswirtschaften", erklärte die IWF-Chefin. Insbesondere für Länder mit erhöhten Schuldenständen oder mit einem großen Bedarf an Außenfinanzierung wären das bedeutende Herausforderungen.
In der Vergangenheit hatten Zinserhöhungsphasen in den USA regelmäßig Währungs- und Wirtschaftskrisen in Schwellenländern ausgelöst.