Der Börsen-TagIfo: Bundesregierung mogelt bei Investitionen
Die Koalition aus Union und SPD im Bund schummelt nach Analyse des Ifo-Instituts im Bundeshaushalt 2026 in erheblichem Ausmaß bei der Höhe der geplanten Investitionen. Anstelle echter Investitionen in die Infrastruktur handele es sich demnach bei einem beträchtlichen Teil der dort verbuchten Ausgaben um Kredite für die Sozialversicherung oder auch internationale Hilfen. Die Münchner Ökonomen bezeichneten derartige Ausgaben in ihrer Mitteilung als "Mogelpackungen". Von den zehn größten Investitionsposten in Höhe von 24,4 Milliarden Euro fließt laut Ifo-Berechnung mehr als die Hälfte in andere Zwecke.
"Viele der im Haushalt als Investitionen bezeichneten Ausgaben sind in Wahrheit keine produktiven Zukunftsausgaben, sondern verdeckte Zuschüsse", sagte Ifo-Wissenschaftlerin Emilie Höslinger. Kredite für die Sozialversicherungen seien dort mit 7,6 Milliarden Euro veranschlagt, für internationale Hilfen, Gewährleistungen und Entschädigungen seien knapp 6,9 Milliarden Euro vorgesehen.