Der Börsen-TagIm Sog der Wall Street - Abgabedruck an Asien-Börsen
Im Fahrwasser deutlicherer Verluste der Wall Street geht es an den ostasiatischen Börsen nach unten. Dabei halten sich die Abgaben nach der zuletzt guten Stimmung aber zumeist in Grenzen. In den USA hatte unter anderem das noch offene Endergebnis der Zwischenwahlen auf die Stimmung gedrückt, wobei sich insgesamt ein Sieg der Republikaner abzeichnet, wenn auch weniger deutlich als erwartet. Das Regieren für US-Präsident Joe Biden würde damit schwieriger.
In Tokio büßt der Nikkei rund 1 Prozent ein auf 27,444 Punkte, in Seoul kommt der Kospi 0,6 Prozent zurück. Während es in Shanghai ebenfalls um rund ein halbes Prozent nach unten geht, verliert der HSI in Hongkong mit 1,9 Prozent klar am stärksten. Sydney hat mit einem Minus von 0,5 Prozent geschlossen.
Für Zurückhaltung an den Börsen sorgt laut Händlern aber auch, dass im späteren Tagesverlauf neue Inflationsdaten aus den USA berichtet werden, die maßgeblich mit darüber bestimmen könnten, ob die US-Notenbank auf ihrem Zinserhöhungskurs einen Gang zurückschalten kann oder nicht.
Steigende Covid-19-Infektionsfälle werden an den chinesischen Aktienmärkten neben der schwachen US-Vorgabe als Belastungsfaktor angeführt. Insbesondere in der Region Guangzhou, wo es viele Fertigungsstätten gebe, stiegen die Infektionszahlen.