Der Börsen-TagInflation im Euroraum steigt
Die Inflation im Euroraum ist im Mai voraussichtlich auf 3,2 Prozent gestiegen. Der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat lag damit 0,2 Prozentpunkte höher als noch im April, wie das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Grund für die steigende Inflation sind weiter die hohen Energiepreise. Diese stiegen im Vergleich zum Mai vergangenen Jahres um 10,9 Prozent, ähnlich wie bereits im April. Bei den Dienstleistungen lag der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 3,5 Prozent. Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich um 2,0 Prozent.
Die höchsten Inflationsraten verzeichneten Bulgarien (6,3 Prozent), Litauen (5,1 Prozent) und Griechenland (5,0 Prozent). Deutschland gehörte mit einer Inflationsrate von 2,7 Prozent zu den Staaten, in denen der Preisanstieg im Vergleich gering ausfiel. Nur in Malta (2,1 Prozent) lag die Inflationsrate niedriger.
"Die Energiepreise sind und bleiben der Spielverderber bei der Inflation", meinte der Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger: "Es sieht weiter so aus, dass die Drei vor dem Komma in diesem Jahr nicht mehr verschwindet. Daran dürfte sich auch dann nichts ändern, wenn der Iran-Krieg bald endete. Die gestiegenen Kosten werden sich auf immer mehr Ausgabenkategorien ausweiten. Zweitrundeneffekte sind also unterwegs, sie steigern die Alarmbereitschaft der EZB. Die EZB ist bereits auf dem Sprung die Leitzinsen in der nächsten Woche anzuheben."