Der Börsen-Tag Inflation sinkt kräftig
Die Inflation im Euroraum hat zu Jahresbeginn weiter nachgelassen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um durchschnittlich 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt auf Basis einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit fast fünf Jahren.
Im Dezember hatte die jährliche Inflationsrate bei 2 Prozent gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von 2 Prozent an, die als optimal für die Wirtschaft in der Eurozone ansieht.
Gleichzeitig setzt sich der Preisdruck "ab Werk" weiter nach unten fort: Die Erzeugerpreise lagen im Dezember um 2,1 Prozent niedriger als Vorjahr. Da die Erzeugerpreise als Vorläufer für die Konsumentenpreise gelten, signalisiert dies weiteren Entspannungsspielraum.
Die Rufe nach einer EZB-Zinssenkung dürften lauter werden. Bei der morgigen EZB-Sitzung dürfte das ein zentrales Thema sein.