Der Börsen-TagInflation zieht an: Extreme Zurückhaltung am Geldmarkt
Voll und ganz im Bann der EZB-Sitzung verläuft der Handel am Frankfurter Geldmarkt. Tagesgeld wird zur Haupthandelszeit am späten Vormittag unverändert mit minus 0,65 zu minus 0,44 Prozent gestellt. "Der Umsatz ist sehr dünn", so ein Händler.
Während sich das kurze Ende voraussichtlich auch nach der Sitzung nicht verändern wird, könnte die Volatilität am langen Ende und auch am Devisenmarkt deutlich zunehmen. Die große Mehrheit der Beobachter geht zwar davon aus, dass die Zentralbank die aktuelle Geldpolitik bestätigen wird. Dass die EZB eine Reduzierung der Wertpapierkäufe ankündigen wird, glaubt nur eine Minderheit. "Andererseits ziehen die Inflationsdaten in Osteuropa schon stark an", so der Händler. In Russland stehe nun die "6" vor dem Komma, in Polen die "5". Das sei beunruhigend. Im Blick stehe auch deshalb stark die US-Inflationsrate, die zeitgleich mit dem Beginn der EZB-Pressekonferenz veröffentlicht wird. Erwartet werde eine Inflationsrate von 4,7 Prozent. "Alles über "5" dürfte an den Märkten zu hohen Ausschlägen führen", so der Händler.