Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagInflationssorgen halten Asien-Börsen in Schach

04.04.2023, 07:41 Uhr

Nach der verhaltenen Reaktion auf die Ölpreisrally am Vortag zeigen die asiatischen Börsen am Dienstag erneut kein einheitliches Bild. Die Ölpreise steigen indes weiter, wenngleich nicht mehr mit der Dynamik vom Wochenauftakt. Die damit heraufbeschworenen Inflationssorgen bauen sich damit aber weiter auf. Nach zuletzt schwachen Konjunkturdaten, zum Beispiel aus China, steigen mit den anziehenden Ölpreisen auch wieder die Rezessionsängste. Händler sprechen daher von einem aktuell schwierigen Börsenumfeld.

Immerhin sind die südkoreanischen Verbraucherpreise im März auf Jahressicht einen Tick weniger deutlich gestiegen als erwartet, auf Monatssicht trafen sie die Marktprognosen. Das Thema Inflation beschäftigt auch die Anleger in Australien, wo die Zentralbank die Leitzinsen nach zehn Erhöhungen in Folge nun unverändert belassen hat. Gleichwohl deutete sie aber weitere Anhebungen mittelfristig an. Die australische Notenbank befindet sich im aggressivsten Zinserhöhungszyklus seit 1989.

In China verfestigt sich das Bild des Vortages, denn in Hongkong verliert der HSI (-0,6%) erneut, während sich der Shanghai Composite (+0,2%) gut behauptet präsentiert. Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in China nach Ende der strikten Coronapolitik stütze aktuell nicht mehr, heißt es. Doch sehen Analysten durchaus mittelfristig Potenzial nach oben, Guohai Securities rechnet mit steigenden Aktienbewertungen in den kommenden Wochen. In Hongkong belasten vor allem Technologiewerte. Das Schwergewicht Alibaba büßt 2,4 Prozent ein, Meituan 3,7 Prozent und JD.com 2,3 Prozent.

Der japanische Nikkei legt um 0,3 Prozent auf 28.260 Punkte zu, getragen von Energietiteln. So legen Inpex um 0,9 Prozent und Japan Petroleum Exploration um weitere 1,1 Prozent zu. In Südkorea gewinnt der Kospi 0,5 Prozent - auch hier sind Titel mit Bezug zum Ölmarkt gesucht.