Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUSA bereiten Banken auf eventuelle Yen-Intervention vor

31.07.2026, 16:23 Uhr

Die USA stimmen sich offenbar mit Japan auf eine gemeinsame Stützung des Yen ein. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Bankenkreisen erfuhr, hat das US-Finanzministerium mehrere Banken heute informiert. Sie sollen sich auf "künftige Maßnahmen" am Devisenmarkt bereithalten. Die Nachricht kam über die New Yorker Notenbank Fed.

Hintergrund: Der Yen ist auf 40-Jahrestief. Importe werden für Japan extrem teuer. Tokio hatte bereits am Donnerstag am Devisenmarkt eingegriffen, um den seit Wochen schwachen Yen zu stützen. Die Währung legte daraufhin bis zu 3,6 Prozent zu - der stärkste Wochenanstieg seit Februar.

Experten werten die US-Anfrage an die Banken als mögliches Vorzeichen für eine koordinierte Intervention. Solche "Kursabfragen" bei Banken gehen einer offiziellen Marktintervention oft voraus. Heute gab der Yen seine Gewinne aber schon wieder ab. Grund: Die japanische Notenbank hält an ihrem niedrigen Leitzins von 1,0 Prozent fest und erhöht die Zinsen nur langsam. Der schwache Yen verteuert in dem rohstoffarmen Land aber die Importe und belastet Verbraucher und Händler.

Was bedeutet das für die Börse? Eine gemeinsame Intervention von USA und Japan würde den Dollar gegenüber dem Yen schwächen, weil Dollar verkauft und Yen gekauft würden. Das kann Exportwerte und Devisengeschäfte bewegen.

Quelle: ntv.de