Der Börsen-TagInstitut erwartet mehr Insolvenzen im Herbst

Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften ist in Deutschland im August zwar leicht zurückgegangen. Dennoch liegt der Wert laut einer Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) deutlich höher als vor der Corona-Pandemie, und bei den großen insolventen Unternehmen sind deutlich mehr Beschäftigte betroffen als im Vormonat. Besonders viele Insolvenzen gab es demnach in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Die Lage dürfte sich laut IWH in den kommenden Monaten verschlechtern.
Die Zahl der Insolvenzen lag laut IWH-Insolvenztrend im August bei 1282. Das waren neun Prozent weniger als im Vormonat, aber 27 Prozent mehr als im August 2023. Der aktuelle Wert lag 37 Prozent über dem August-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie. Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen um zwei bis drei Monate vorauslaufen, stiegen im Juli stark an und lagen trotz eines leichten Rückgangs im August weiterhin auf hohem Niveau.