Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Intel und IBM drücken auf Wall-Street-Stimmung

Den rekordverwöhnten US-Börsen ist zum Wochenschluss die Puste ausgegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert im frühen Handel 0,6 Prozent schwächer bei 30.990 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 0,3 Prozent auf 3840 Zähler. Der Nasdaq-Index gibt 0,1 Prozent auf 13.515 Punkte nach. "Die Stimmung hat sich kurz vor dem Wochenende leicht eingetrübt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte. "Teilweise alarmierend steigende Infektionszahlen und zunehmende Lockdown-Diskussionen belasten."

Strategen rechnen allerdings nur mit einem kurzfristigen Durchhänger an den Börsen. In den Tagen zuvor hatte die Aussicht auf weitere Konjunkturhilfen unter dem neuen Präsidenten Joe Biden die Indizes auf neue Bestmarken getrieben. "Die kurzfristige Dynamik wird sich wahrscheinlich fortsetzen", sagt Investmentstratege Mark Heppenstall vom Vermögensverwalter Penn Mutual Asset Management. "Mit einer Fed, die aufs Gas tritt, und sehr wahrscheinlichen fiskalischen Impulsen in naher Zeit, hat man das Gefühl, dass es immer noch eine Menge Liquidität gibt."

Zu den größten Verlierern zählen die Aktien von IBM mit einem Minus von rund zehn Prozent. Eine Verunsicherung bei Kunden in der Corona-Krise hatte dem US-Computerkonzern im Quartal einen Umsatzrückgang eingebrockt. Die Aktien von Intel fallen mehr als fünf Prozent. Anlegern missfällt, dass der weltgrößte Chipkonzern nun doch seine Prozessoren weiterhin größtenteils in eigenen Fabriken herstellen will. "Sie sitzen das Problem aus", sagt Analyst Patrick Moorhead vom Beratungshus Moor Insights & Strategy.

IBM
IBM 101,40
Intel
Intel 49,64

 

Quelle: ntv.de