Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagIst ein Anstieg der Importpreise von 23,5 Prozent ein Hoffnungsschimmer?

02.12.2022, 09:55 Uhr

Die Hinweise auf ein Abebben der starken Inflation in Deutschland mehren sich: Die Importe haben sich im Oktober so wenig verteuert wie seit einem Jahr nicht mehr. Die Einfuhrpreise erhöhten sich um durchschnittlich 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im September hatte es noch ein Plus von 29,8 Prozent gegeben, im August von 32,7 Prozent - dies war zugleich der höchste Anstieg seit März 1974. Gemessen am Vormonat sanken die Einfuhrpreise diesmal sogar, und zwar um 1,2 Prozent.

Preistreiber Nummer eins blieb angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine die Energie: Deren Einfuhren verteuerten sich im Oktober um 84,7 Prozent zum Vorjahresmonat, kosteten aber 5,2 Prozent weniger als im Vormonat. "Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist weiterhin vor allem durch die starken Preissteigerungen bei importiertem Erdgas begründet", erklärten die Statistiker. Diese Preise lagen 151,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Mineralölerzeugnisse waren mit plus 56,0 Prozent ebenfalls erheblich teurer.

Quelle: ntv.de