Der Börsen-TagItalien peitscht Franken auf Zwei-Monats-Hoch
Die holprige Regierungsbildung in Italien sorgt am Mittwoch für einen Höhenflug des Franken gesorgt. Ein Euro sackte im Gegenzug auf knapp unter 1,16 Franken ab. Das ist der niedrigste Stand seit über zwei Monaten.
Vergangene Woche notierte er noch bei fast 1,20 Franken. Auch zum Dollar legte der Franken zu. "Die Anleger haben Angst wegen Italien und ziehen ihr Geld ab. Das erinnert stark an die Euro-Krise. Es zeigt sich einmal mehr, das der Franken, wenn es in Europa nicht mehr rund läuft, die gesuchte Adresse ist", sagte ein Händler.
Das europakritische Bündnis aus der populistischen 5-Sterne-Bewegung und der rechtsextremen Lega hat den Wählern unter anderem ein Grundeinkommen, Steuersenkungen, höhere Sozialausgaben und die Rücknahme der Rentenreform versprochen.
All das würde Milliarden kosten und die Finanzen des schon hoch verschuldeten Italien weiter belasten. Vertreter von EU und EZB haben das Land aufgefordert, die Haushaltsregeln einzuhalten und die Schulden zu senken.