Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagJahresauftakt-Rally reloaded - die harten DAX-Fakten

23.01.2023, 06:24 Uhr

Die neue Börsenwoche steht erneut im Zeichen der Berichtssaison und von Konjunkturdaten. Die Investoren halten weiterhin Ausschau nach Hinweisen, wie stark der Zinserhöhungskurs der US-Notenbank Fed und anderer wichtigen Zentralbanken der Wirtschaft zusetzen könnte. Nach durchwachsenen US-Konjunkturdaten in der alten Woche werde befürchtet, "dass die US-Wirtschaft das erste Opfer der strikten Geldpolitik wird und in eine Rezession schlittert", schreiben die Analysten der Helaba.

Diese Sorgen haben den DAX zwischenzeitlich erneut unter die psychologisch wichtige 15.000-Marke gedrückt, die er während der Rally zum Auftakt des Jahres zeitweise überschritten hatte. Am Freitag schloss er aber darüber, ging mit 15.034 Punkten aus dem Handel, ein Aufschlag von 0,8 Prozent. Da die Wall Street sich auch deutlich fester ins Wochenende verabschiedet hatte, wird der DAX aktuell mit Kursen um 15.150 Zähler taxiert. Es deutet sich damit ein festerer Start in die neue Handelswoche an.

Der überraschende Anstieg der Einkaufsmanagerindizes im Dezember hatte in den ersten Januartagen die Hoffnung genährt, dass die Wirtschaft im Euroraum vielleicht eine Rezession vermeiden könne, sagt Commerzbank-Analyst Christoph Weil. Die Stimmungsaufhellung reflektiere allerdings wohl vor allem die deutlich gesunkene Gefahr von Gas-Rationierungen. Doch die spürbare Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes spreche weiterhin für einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte.

Eine Verschnaufpause erwartet unterdessen Anleger in China. Die Börsen in der Volksrepublik bleiben in der neuen Woche wegen der Feiertage zum chinesischen Neujahr vom Montag bis Freitag geschlossen.

Terminlich startet die neue Handelswoche ruhig: Am Mittag veröffentlicht die Bundesbank ihren Monatsbericht für Januar. Aus der EU kommen am Nachmittag Daten zum Verbrauchervertrauen und in den USA werden die Frühindikatoren veröffentlicht.

Quelle: ntv.de