Der Börsen-TagJede Menge los bei einem DAX in Rekordlaune
Der Start in die neue Handelswoche kann sich für den DAX erst einmal sehen lassen. Nachdem er bereits am Freitag 0,9 Prozent zugelegt hatte, waren es gestern noch einmal 0,7 Prozent, sodass der deutsche Börsenleitindex mit einem Stand von 19.508 Punkten in den Feierabend gegangen ist – der höchste bislang erreichte Schlusskurs. Im Tagesverlauf hatte der DAX bei 19.518 Stellen ein neues Allzeithoch markiert. Auch an der Wall Street legten die Kurse im gestrigen Handel zu.
Konjunkturell blicken die Anleger heute nach Mannheim. Das dortige ZEW veröffentlicht zwei Tage vor einer an den Finanzmärkten erhofften weiteren EZB-Zinssenkung die Konjunktureinschätzung der Börsianer. Experten erwarten einen Anstieg des ZEW-Barometers im Oktober auf 10,0 Punkte von 3,6 Zählern. Wirtschaftsminister Robert Habeck erwartet für dieses Jahr zwar erneut eine Rezession, aber eine Konjunkturerholung für 2025.
Unternehmensseitig drängt sich ein DAX-Wert in den Vordergrund: Rheinmetall. Der Rüstungskonzern will das Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Panzern mit seinem italienischen Partner Leonardo endgültig besiegeln. Rheinmetall und Leonardo hatten sich mit dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen für milliardenschwere Panzer-Aufträge der italienischen Armee in Stellung gebracht, wollen aber auch über Italien hinaus liefern. Allein der Auftrag in Italien könnte Rheinmetall-Chef Armin Papperger zufolge ein Volumen von 20 bis 25 Milliarden Euro haben. Er sieht das Gemeinschaftsunternehmen zudem als einen Schritt auf dem Weg zur Konsolidierung der Branche in Europa.
An der Wall Street legen drei weitere große US-Banken ihre Bilanz für das Sommerquartal vor. Die Bank of America, die Citigroup und Goldman Sachs informieren über ihre Geschäfte. Zuletzt hatten bereits die Großbanken JPMorgan Chase und Wells Fargo die Erwartungen der Finanzmärkte übertroffen. Viele Fachleute gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft um eine Rezession herumkommt. Trotz der soliden Verbraucherlaune haben viele Banken aber ihre Kreditrückstellungen erhöht, weil Konsumenten ihre Ersparnisse aus der Corona-Pandemie zunehmend aufbrauchen.
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