Der Börsen-TagKI-Ausverkauf beschäftigt Anleger
Etwas leichter werden Europas Börsen zur Eröffnung erwartet. Erneut zieht eine Verkaufswelle bei den KI-Werten rund um den Globus und drückt die besonders technologielastigen Börsen. Auslöser waren erneut Finanzierungsfragen um ein Datencenter, diesmal bei Oracle. Dies bestätigte die Sorgen, dass die immensen Infrastrukturausgaben der KI-Firmen an Finanzierungs- und Renditegrenzen stoßen. Bei Nvidia, Broadcom und der Google-Mutter Alphabet ging es um bis zu 4,5 Prozent abwärts, Oracle fielen um 5,4 Prozent.
Der Dax rutschte am Vortag unter die 24.000er-Marke, der Dax-Futures hält sich am Morgen bei 23.900 Punkten. Anders als zu Wochenbeginn werden in Asiens Aktien die Kurseinbrüche für Zukäufe genutzt. So notieren Softbank nur noch 3,6 Prozent tiefer, nachdem sie zunächst doppelt so hohe Verluste verzeichnet hatten. Stützend wirken starke Zahlen von Micron. Sie zeigen umgekehrt, wie sehr Speicher-Chip-Hersteller von der Ausgabenfreude der KI-Unternehmen profitieren. SK Hynikx notieren in Südkorea daher im Plus.
In Europa dürften sich die Verluste im Technologie-Bereich daher in Grenzen halten. Hier schaut man gespannter auf die Sitzung der EZB am Mittag. Eine Zinssenkung wird nicht erwartet, genau geachtet wird aber auf ihre Einschätzung zur Inflation. "Taubenhafte Aussagen zum einem fast erreichten Inflationsziel dürften am Markt Zinssenkungshoffnungen im ersten Quartal wecken", kommentiert ein Händler. Die Schwäche der deutschen Wirtschaft gebe dazu einen Anlass.