Der Börsen-TagKampf gegen Rohstoffkrise - China lässt Kohlepreise einbrechen
Eine mögliche Intervention der chinesischen Regierung am Kohlemarkt schreckt die Rohstoffmärkte auf. Die Kurse der dortigen Terminkontrakte auf Kokskohle und Steinkohlekoks brachen um jeweils neun Prozent ein.
Die staatliche chinesische Planungsagentur prüft nach eigenen Angaben Maßnahmen, um den Preis für diesen Energieträger zu senken. Möglich seien Obergrenzen für Gewinnspannen der Unternehmen oder Verkaufspreise. Außerdem drohte die Behörde damit, gegen Unregelmäßigkeiten streng vorzugehen.
Im Sog des Kohlepreis-Verfalls geriet auch Rohöl unter Druck. Auch bei Industriemetallen zeigt sich eine Entspannung. Der Preis für Kupfer fiel um 1,4 Prozent auf 10.010 Dollar je Tonne. Aluminium verliert 2,4 Prozent auf 3036 Dollar. Beide hatten in den vergangenen Tagen neue Rekordhochs nur knapp verfehlt. Wegen der hohen Energiekosten hatten Metallerzeuger ihre Produktion teils gedrosselt. Niedrigere Kohlepreise könnten die Lage hier entspannen.