Der Börsen-TagKoreanische Staatskrise lässt Asienmärkte nicht kalt
Die asiatischen Börsen sind wegen der politischen Unruhen in Südkorea ins Straucheln geraten. Die Händler mussten sich mit den Ereignissen auseinandersetzen, die Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol herbeigeführt hat, indem er erst das Kriegsrecht verhängte, um es nur wenige Stunden später wieder aufzuheben.
Japans Nikkei rutscht nach zweitägiger Gewinnsträhne durch Gewinnmitnahmen ab. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent auf 39.191,50 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 0,4 Prozent niedriger bei 2.742,37 Zählern. Die Anleger haben auch in Erwartung neuer Konjunkturdaten aus den USA und Japan die Gewinne mitgenommen.
"Das Kriegsrecht selbst wurde aufgehoben, aber dieser Vorfall schafft mehr Unsicherheit in der politischen Landschaft und der Wirtschaft", sagte Min Joo Kang, Senior Economist bei ING. "Wir sind besorgt, dass sich diese Ereignisse auf die Kreditwürdigkeit Südkoreas auswirken könnten, auch wenn dies zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss ist. Dies ist jedoch ein Szenario, das eintreten könnte", fügte er hinzu.
Der Markt reagierte auch auf die eskalierenden Handelsspannungen nach dem jüngsten harten Vorgehen der USA gegen den chinesischen Chipsektor. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 3.376,41 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,2 Prozent auf 3.943,54 Punkte. Der auf künstliche Intelligenz fokussierte Startup-Investor SoftBank Group verlor 2,5 Prozent, und der Chipausrüstungsgigant Tokyo Electron rutschte um 0,6 Prozent ab, während der Chiphersteller Advantest um 0,8 Prozent zulegte.