Der Börsen-TagKursrutsch an Tokioter Börse
Überwiegend moderat abwärts geht es im Handelsverlauf mit den Aktienindizes in Ostasien und in Australien. Ausreißer nach unten ist Tokio. Der Nikkei sackt um 2,1 Prozent ab auf 37.982 Punkte. Etwas Gegenwind kommt vom Yen, der im Vergleich zur gleichen Zeit am Freitag merklich aufgewertet hat. Marktteilnehmer sprechen von Unsicherheit über den weiteren Kurs der japanischen Notenbank. Diese hatte am Freitag die Zinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen und angekündigt, den Kauf von Staatsanleihen demnächst reduzieren zu wollen, ohne sich aber konkreter zum Volumen zu äußern. Insgesamt war das als eher taubenhaftes Signal aufgefasst worden, worauf der Yen nachgab.
In Sydney sorgt die am Dienstag anstehende Zinsentscheidung der australischen Notenbank für Zurückhaltung. Allgemein wird erwartet, dass sie die Leitzinsen stabil halten wird. Shanghai und Hongkong tendieren uneinheitlich. Kein Impuls kommt von der chinesischen Notenbank. Sie hat einen wichtigen Referenzzins unverändert gelassen. Das signalisiert, dass die sogenannte Loan Prime Rate (LPR), einer der Leitzinsen, am kommenden Donnerstag ebenfalls stabil gehalten werden dürfte.
Neue Konjunkturdaten aus China sorgen ebenso für keinen merklichen Impuls. Die Industrieproduktion im Mai und die Anlageinvestitionen von Januar bis Mai zeigen zwar Wachstum, allerdings jeweils etwas unter den Prognosen von Ökonomen. Am Immobilienmarkt sind die Eigenheimpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahr in 67 von 70 Großstädten gesunken. Gut läuft es aber beim Konsum. Die Einzelhandelsausgaben, ein zentrales Maß für die Konsumausgaben, kletterten im Mai um 3,7 Prozent nach 2,3 Prozent im April, und stärker als mit 3,3 Prozent erwartet.