Der Börsen-TagKurssturz bei Schwergewicht zieht Nikkei abwärts
Kursgewinne bei den Hochtechnologiewerten und Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell treiben die asiatischen Aktienmärkte an. Eine Erleichterungsrally im Chipsektor habe die Märkte beflügelt, sagen Händler. Zudem hielt sich die gute Stimmung nach Hinweisen Powells, dass die Zinswende in den USA näher rückt. Mit Spannung warten Marktteilnehmer nun auf die Quartalsergebnisse von Amazon, Apple und Intel am Abend, bei denen sich alles um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) dreht.
An der Börse in Tokio geht es allerdings gegen die allgemeine Markttendenz in Asien deutlich abwärts. Grund ist die Aufwertung des Yen zum Dollar und ein Kurseinbruch bei den Indexschwergewichten. Japans Notenbank hatte am Mittwoch zudem für viele Experten unerwartet den Leitzins von 0,0 bis 0,1 Prozent auf 0,25 Prozent angehoben. Der Nikkei-Index gibt 2,6 Prozent auf 38.094 Punkte nach, der breiter gefasste Topix büßt 3,1 Prozent auf 2707 Zähler ein. Zu den größten Verlierern zählen exportorientierte Aktien, die den starken Yen zu spüren bekommen. So brechen bei den Einzelwerten Toyota Motor um mehr als fünf Prozent ein.
In China bleiben die Märkte nach schwachen Daten aus der Industrie verhalten. Der Shanghai Composite sinkt 0,3 Prozent auf 2929 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verringerte sich um 0,6 Prozent auf 3420 Punkte. Das verarbeitende Gewerbe in China ist im Juli aufgrund von rückläufigen Auftragseingängen erstmals seit neun Monaten geschrumpft. Der Caixin/S&P Global PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel im Berichtsmonat auf 49,8 von 51,8 im Vormonat, wie aus einer Umfrage im Privatsektor hervorgeht. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2023.