Der Börsen-Tag Kursverluste in Fernost
Überwiegend gedämpfte Stimmung herrscht an den Börsen in Ostasien. Die Vorgaben aus den USA sind schwach. Dort hatten vor allem die als zinssensitiv geltenden Technologiewerte kräftige Kursverluste verzeichnet, nachdem die US-Finanzministerin (und ehemalige Notenbankchefin) Janet Yellen die Möglichkeit von Zinserhöhungen erwähnt hatte, um ein Überhitzen der US-Wirtschaft zu vermeiden. Später relativierte Yellen jedoch ihre Aussagen: Sie habe Zinserhöhungen weder vorhergesagt noch empfohlen. Das lindert den Verkaufsdruck in Asien.
Während die Börsen in Japan, Festlandchina und Südkorea feiertagsbedingt heute geschlossen sind, treten die Kurse in Hongkong mehr oder weniger auf der Stelle, hatten allerdings im frühen Handel deutlicher nachgegeben. Technologiewerte wie Alibaba (-1,8%) oder Tencent (-3,8%) folgen ihren US-Pendants nach unten. Aktien von Casinobetreibern werden ebenfalls verkauft - wegen der steigenden Corona-Fallzahlen in der Region und damit einhergehenden Reisebeschränkungen. Galaxy Entertainment verlieren 1,7 Prozent und Sands China 2,6 Prozent.
Verschärfte Corona-Beschränkungen belasten in Singapur und Malaysia. In Singapur verliert der Straits-Times-Index 0,9 Prozent. Die dortigen Behörden haben die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft, nachdem die Fallzahlen in dem Stadtstaat wieder gestiegen waren.
Auch in Malaysia lastet die Furcht vor einer weiteren Pandemie-Welle auf den Kursen. Im wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten malaysischen Bundesstaat Selangor wurde die Bewegungsfreiheit deshalb eingeschränkt. Der KLCI in Kuala Lumpur fällt um 0,1 Prozent.