Der Börsen-TagLidl-Mutter fordert KI-Gigafactory in Deutschland
Der Chef der Schwarz-Gruppe, Gerd Chrzanowski, pocht darauf, dass Deutschland eine der riesigen KI-Giga-Rechenzentren erhält. "Der Mittelstand wird diese Giga-Factory brauchen", sagte Chrzanowski. Sein Unternehmen, zu dem die Handelskette Lidl und auch Schwarz Digits gehört, investiere mehr als zehn Milliarden Euro in ein riesiges Rechenzentrum, brauche also eigentlich den Zuschlag der EU-Kommission nicht. Aber zusammen mit der Deutschen Telekom versuche man dennoch eine der fünf sogenannten Gigafactories nach Deutschland zu holen. Der Mittelstand könne solche Zentren nicht finanzieren, brauche aber die Rechenleistungen.
Laut Chrzanowski dürfte eines der fünf besonders leistungsstarken Rechenzentren nach Spanien, eines nach Frankreich, eines nach Finnland und wohl eines nach Polen gehen. Deutschland konkurriere mit Norditalien. "Da kann ich nur sagen, da müssen wir zusammenhalten, da müssen wir Schulter an Schulter stehen", sagte er zu Wirtschaftsministerin Katherina Reiche auf der Veranstaltung. Reiche bezeichnete es als nationale Aufgabe, den Zuschlag für eine Gigafactory zu bekommen, die mit rund 100.000 sogenannten GPU, also superschnellen Recheneinheiten, arbeiten sollen. Dies ist die vierfache Größe des bisher schnellsten Rechners in Europa. Der Staat müsse als sogenannter "Ankerkunde" auftreten, das heißt Aufträge an diese Rechenzentren geben, sagte die Wirtschaftsministerin.