Der Börsen-TagLieferengpässe belasten VW deutlich
Volkswagen hat vergangenes Jahr trotz anhaltender Lieferengpässe und rückläufiger Auslieferungen sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis prozentual zweistellig gesteigert. Die Versorgungsprobleme bei wichtigen Bauteilen belasteten den Wolfsburger Konzern aber überraschend deutlich: Der Netto-Cashflow lag 2022 bei nur rund 5 Milliarden. VW hatte einen Wert in etwa auf Höhe des Vorjahres von 8,6 Milliarden Euro erwartet.
An der Börse rechnen Analysten allerdings nicht mit einer größeren Belastung für die VW-Aktie. Zwar sei das Verfehlen des Cashflows-Ziel keine gute Nachricht, heißt es von Analysten der RBC. Eine allzu heftige Negativ-Reaktion sollte es aber nicht geben. Die Umsatz- und Gewinnzahlen seien "gut", meint Heino Ruland von Ruland Research. Er geht davon aus, dass der Cashflow 2023 "deutlich steigen" dürfte und erwartet beim VW-Kurs mit eine positive Marktreaktion. Im vorbörslichen Handel gibt die VW-Aktie 0,6 Prozent nach.