Der Börsen-Tag MBDA und Lockheed bieten Bundeswehr Abwehrsystem an

Im Ringen um den Auftrag für das milliardenschwere neue Raketenabwehrsystem der Bundeswehr hat ein Konsortium aus den Rüstungskonzernen MBDA und Lockheed Martin ein lange erwartetes Angebot vorgelegt.
Die neue Raketenabwehr ist eines der größten Rüstungsprojekte der Bundeswehr. Sie soll ab 2025 ausgeliefert werden und bis 2030 die alten Patriot-Batterien von Raytheon ersetzen. Ursprünglich hatte die Politik für das Vorhaben knapp vier Milliarden Euro veranschlagt. Nach früheren Angaben von Insidern dürften sich die Kosten jedoch um mehrere Milliarden erhöhen.
Das Verteidigungsministerium hatte sich bereits 2015 grundsätzlich für die Beschaffung des Systems von MBDA entschieden, die Vertragsunterzeichnung lässt seither aber auf sich warten. Es gebe grundlegende Zweifel, ob der Konzern in der Lage sei, ein derart großes Vorhaben allein zu stemmen, hieß es zur Begründung.